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Regionalkonferenz "Digitale Agenda für Kommunen" in Schwerte

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Regionalkonferenz "Digitale Agenda für Kommunen" in Schwerte

Workshop - „Bildung und Schule“ zeigt Handlungsbedarfe auf

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet voran. Daher beschäftigt sich die Digitale Agenda 2014 - 2017 der Bundesregierung mit verschiedenen Handlungsschwerpunkten: Neben Infrastruktur, Wirtschaft und Arbeit geht es auch um das wichtige Thema Bildung. In der Agenda heißt es zum Themenbereich Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien: "Unser Bildungssystem muss die Menschen noch besser auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt und der Wissensgesellschaft vorbereiten und ihre Medienkompetenz stärken."

Im Rahmen der Regionalkonferenz "Digitale Agenda - Standortvorteil für Ihre Kommune" wurde deshalb in einer Podiumsdiskussion erörtert, wie die Forderung der Agenda im Schulbereich umgesetzt werden kann. Thomas Coenen, Geschäftsführer der KDZ-Westfalen-Süd und der Südwestfalen-IT, moderierte den Workshop unter Beteiligung von Bürgermeister Hans-Josef Vogel (Stadt Arnsberg), Detlev Schubert (Referent für Medienbildung der Bezirksregierung Detmold), Dr. Jörg Schünemann (Berufskolleg Olsberg), Dr. Markus Köster (Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen), Martin Hüppe (geschäftsführendes Vorstandsmitglied Bündnis für Bildung) und Dr. Michael Neubauer (Geschäftsführer der Citkomm und der Südwestfalen-IT).

Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Unter dieser Leitfrage diskutierten Akteure und Publikum, wie Digitalisierung von Schulen und Unterricht dazu beiträgt, Schülerinnen und Schüler auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten.
 

Schule der Zukunft - Lernen mit und über Medien

Dr. Jörg Schünemann versteht Lehre an Schulen als Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft: Es müsse aus Früherem gelernt und auf Zukünftiges vorbereitet werden, um Zukunft gestalten zu können. Bildungsanforderungen haben sich durch die Digitalisierung der Arbeitswelt und Gesellschaft verändert.

"Das Kerngeschäft Lehren und Lernen ändert sich nicht, aber die Inhalte erweitern sich deutlich", so Detlev Schubert. Die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler müsse erheblich gesteigert werden. Dazu gehöre neben der Bedienung digitaler Medien auch das Verständnis für ihre Funktionsweise. Ebenso müssen rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der digitalen Welt beleuchtet werden.

"Die Kompetenzorientierung ist wichtig. Aber auch Lehrerinnen und Lehrer müssen die digitalen Medien verinnerlichen", ergänzt Dr. Markus Köster. Die Nutzung von digitalen Inhalten sei begrüßenswert, diese müssen aber für Lehrende und Lernende leichter verfügbar sein. Die learn:line NRW als Bildungssuchmaschine hilft dabei, sich im "Informationsdschungel des Internets" zu orientieren.
 

Infrastruktur ist Basis

Die Akteure sind sich einig: Flächendeckende Breitbandanbindung für Schulen und Haushalte ist notwendig. "Der Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur ist öffentliche Aufgabe", so Dr. Michael Neubauer. Es sei nicht ausreichend sich auf private ITK-Unternehmen zu verlassen. "Kommunen müssen mehr in die digitale Infrastruktur investieren, ohne diese kommt der digitale Wandel nicht in Fahrt", fordert Hans-Josef Vogel. "Wir brauchen wieder ein Bündnis wie die "e-nitiative" aus dem Jahr 1999", so Dr. Markus Köster.

In welcher Form sollten Endgeräte in der Schule zur Verfügung gestellt werden: Standardisierte Geräte, "Bring your own device" oder "Rent your own device"? Einigkeit herrschte darüber: Raus aus den PC-Klassen und rein in die Mobilität und damit zu mehr Flexibilität.
 

Zusammenführen der Zuständigkeiten

An der Weiterentwicklung von Schule und Bildung sind viele Akteure beteiligt: Kommunen, Land, Bund, IT-Dienstleister, Schulbuchverlage, Soft- und Hardwarehersteller. Martin Hüppe fordert, Schulentwicklung systematisch voranzutreiben. Kommunen, Länder und Bund müssen zusammen agieren und sich die Aufgaben teilen. Dazu müsse die Kommunikation im föderalen System verbessert werden. Um Schulen informationstechnisch weiter zu entwickeln, sieht Dr. Michael Neubauer den kommunalen IT-Dienstleister als Handwerker, der die geforderten technischen Strukturen innerhalb der Schulen umsetzt, bereitstellt und unterstützt.

"Schülerinnen und Schüler sind schon in der digitalen Welt. Die Schulen müssen ihnen hierhin folgen", fasst Thomas Coenen zusammen. Um dem Bildungsauftrag der Digitalen Agenda 2014-2017 nachzukommen, sind Investitionen in Breitbandausbau, Hard- und Software sowie Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte erforderlich. Auf dem Nationalen IT-Gipfel am 16. und 17. November in Saarbrücken wird digitale Bildung und die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen Thema sein.
 

Zum Nachschlagen und Umsetzen

Die Zweckverbände dokumentieren die westfälische Regionalkonferenz 2016 und bieten so Politik und Verwaltung vor Ort eine Diskussionsgrundlage, die lokalen Agenden zu gestalten. Ende November folgt ein Bericht zum dritten Workshop "Integration und Demografie". Alle Highlights der Veranstaltung werden aktuell zusammengestellt und stehen als Handout ab Mitte Dezember 2016 bereit.

Die kommunalen IT-Dienstleister GKD Paderborn, GKD Recklinghausen, KDVZ Citkomm, KDZ Westfalen-Süd und das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) hatten gemeinsam mit VITAKO - Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister e.V. eingeladen, um zu diskutieren, was die Ziele und Aufgaben, die die Digitale Agenda formuliert, konkret für die Arbeit der kommunalen Verwaltungen bedeuten. Eingeladen waren führende Persönlichkeiten aus den westfälischen Kreisen, Städten und Gemeinden, darunter viele Bürgermeister aus der Region. Die fünf Veranstalter betreuen weit über einhundert Kommunen im Bundesland.  


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