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Regionalkonferenz "Digitale Agenda für Kommunen" in Schwerte

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Regionalkonferenz "Digitale Agenda für Kommunen" in Schwerte

Workshop zum Thema „Integration und Demographie

Am 07.09.2016 fand die von der Vitako, den kommunalen Spitzenverbänden und den regionalen kommunalen IT-Dienstleistern ausgerichtete westfälische Ausgabe der Regionalkonferenz zur Digitalen Agenda der EU-Kommission und der Digitalen Agenda der Bundesregierung statt. Wesentlicher Bestandteil dieser Konferenz waren mehrstündige Workshops, die auf die Interaktion der Teilnehmer bauten.
Zum Thema "Integration und Demographie" tauschten sich die Experten Dirk Lönnecke (Kreisdirektor Soest), Ulrich Kastien (Vorstand Finanzen und Personal des Jobcenters Wuppertal), Heinrich Böckelühr (Bürgermeister Schwerte), Dr. Barbara Vielhaber (kmf vielhaber Meinungsforschung), Diane Jägers (Stadträtin Dortmund), Elisabeth Slapio (Geschäftsführerin IHK Köln) unter der Moderation von Kerstin Pliquett (Geschäftsführerin Citkomm) zu dem zukunftsbestimmenden Thema aus.
 
Eine der zentralen Fragen dieses Workshops wurde gleich am Anfang gestellt. Was braucht die Wirtschaft im digitalen Zeitalter? Eine treffende Antwort kam hier sogleich vom Soester Kreisdirektor Dirk Lönnecke. Er brachte den Wunsch der Wirtschaftsvertreter gegenüber den kommunalen Verwaltungen mit folgendem Zitat auf den Punkt: "Gut ist eigentlich, wenn wir nicht merken, dass wir mit euch zu tun haben." Hinter dieser Aussage steht am Ende nicht mehr als der Wunsch nach mehr Digitalisierung. Letztere stellt für eine Stadt heute einen entscheidenden Wirtschaftsvorteil dar. Neben Autobahnanbindung, Schulen und Kulturangebot, ist insbesondere der Breitbandausbau ein ausschlaggebendes Standortargument für Bürger und Unternehmen. Verwaltungen sind daher gefordert, ihre Digitalisierungsprozesse noch stärker voran zu treiben. Die Dortmunder Stadträtin Diane Jäger betonte während des Workshops vor allem die Anforderungen junger Menschen. Als Beispiel brachte sie ihre Tochter - eine junge Studentin - ins Spiel. Von der Uni ist sie es gewohnt, sämtliche Studien-Verwaltungsprozesse online abwickeln zu können. Dabei wurde dem Zuhörer schnell die Diskrepanz bewusst. Wie kann es sein, dass Studenten heute Prüfungsergebnisse online abrufen können, während die Verwaltung an vielen Stellen noch analog arbeitet? Und wie lässt sich das Problem beheben? Hierbei lohnt sich ein Blick in den Norden. Der Schwerter Bürgermeister Heinrich Böckelühr verwies auf die Vorbildfunktion Skandinaviens. In vielen Bereichen, etwa der mobilen Netznutzung oder dem Anteil von Internet über Glasfaser, sind die skandinavischen Staaten führend.
 
Eins darf dabei nicht vergessen werden: Gerade auch im Hinblick auf die Demographie, ist die Digitale Agenda von enormer Bedeutung. Verwaltungen werden in den nächsten Jahren mit einer weiteren Verschlankung der Personaldecke bei zunehmenden Nachwuchsproblemen konfrontiert. Die Digitalisierung stellt also nicht nur einen Mehrwert für die Bürger und Wirtschaft dar, sondern ist auch eine Chance für die Kommunen selbst.
 
Allen Teilnehmern ist klar, dass der Weg zur vollständig digitalen Kommune kein leichter sein wird. Kerstin Pliquett brachte es auf den Punkt. "Für Viele wird der Weg einer Revolution gleichen". Um diesen Weg für alle leichter zu machen, braucht es daher die interkommunale Zusammenarbeit - und die Standardisierung. Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin der IHK Köln betonte, dass man sich bei der Umsetzung der Digitalen Agenda nicht allein auf die Ergebnisse von Bürgerumfragen verlassen darf. Die Meinungsforscherin Dr. Barbara Vielhaber stimmte ihr hierbei zu. "Wer Biotomaten wünscht, kauft sie noch längst nicht" gab sie den Anwesenden zu bedenken und riet damit allen zu einer gesunden Skepsis.
 
Der Abschluss der Veranstaltung machte Mut. Ulrich Kastien, Vorstand des Jobcenter Wuppertal, bestärkte die Teilnehmer darin die Herausforderung gemeinsam zügig anzugehen. Diana Jägers forderte die Runde auf, alles bisher Gekannte zu überdenken und gegen den Strich zu bürsten. "Früher folgte die IT der Organisation. Heute muss die Organisation der IT folgen" lautete ihr Schlussstatement. Nun gilt es für alle anzupacken.
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