Internetauftritt GKD Paderborn

Hier finden Sie die innere Navigation, die Ihnen helfen soll schnell innerhalb der Seite zu navigieren.
WebLogin |  Fernwartung |  Kontakt |  Anfahrt |  Service Desk |  SD.NET |  Impressum

Hauptnavigation

Hauptnavigation


Förderrichtlinien für Digitalisierungsprojekte fehlen noch

Modellregion OWL: Das Land wird die Kosten für die in Paderborn angesiedelte Projektleitung voll übernehmen.


Rund 150 Ideen werden derzeit ausgewertet. Insgesamt könnte das Programm deutlich länger als drei Jahre dauern.

 
Paderborn (ig). Ursprünglich auf drei Jahre angelegt könnte das landesweite Projekt der digitalen Modellregionen durchaus auch auf vier Jahre oder mehr verlängert werden. Denn: Bevor überhaupt Förderrichtlinien vorliegen, kann niemand mit konkreten Vorhaben loslegen.

Damit sei aber nach jüngsten Informationen frühestens im April zu rechnen, sagte am Dienstagabend Christiane Boschin-Heinz, Projektverantwortliche der Stadt, vor den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses. Und bevor es konkrete Projekte gebe, sei es auch schwierig, verbindliche Zusagen von Unternehmen zu bekommen, die diese Projekte fördern - auch wenn grundsätzlich großes Interesse bestehe. Was letztlich gefördert werde, dazu habe sie derzeit lediglich ein "Bauchgefühl". Dabei liege die Latte inzwischen aber wohl nicht mehr ganz so hoch wie am Anfang, als die Landesregierung vorgegeben habe, es müsse sich um "Tagesschau-fähige Projekte" handeln, also Vorhaben der spektakulären Art.

Unklar sei außerdem, in welcher Höhe Personalkosten übernommen würden. Lediglich für die bei der Stadt Paderborn für die Region OWL angesiedelte Projektleitung sei volle Übernahme zugesagt. Zudem sind bei der Stadt jedoch 6,5 zusätzliche Stellen zu finanzieren, 4,5 davon über einen Nachtrag im Stellenplan und zwei aus vorhandenen Reserven. Es wird allerdings nicht damit gerechnet, dass diese Stellen schon im ersten Halbjahr besetzt werden.

Derzeit würden rund 150 Ideen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie Bürgern ausgewertet, sagte Boschin-Heinz. Zudem befasse man sich mit der Frage, welche Modelle es bereits am Markt gebe. Angestrebt sei ein Portal, über das die Bürger in verschiedenen Formen mit der Stadtverwaltung kommunizieren können - unter anderem per Videoberatung oder Chat. Eine entscheidende Rolle spiele das Dokumentenmanagement. Das vom Land geförderte 3-D-Geoportal solle um weitere Funktionalitäten ergänzt und Richtung Open-Data-Portal weiterentwickelt werden. Weitere Projektideen beträfen den Hochwasserschutz, die Datenschutzsicherheit, vernetzte Gesundheit sowie die Bereiche Mobilität, Energie und Umwelt, Handel und Sicherheit sowie Freies W-Lan in der City.

Das Land NRW will für die fünf Modellregionen, von denen OWL nur eine ist, 91 Millionen Euro zur Verfügung stellen. In diesem Jahr sollen davon 12 Millionen Euro an alle fünf fließen - aber nur bei 50-prozentiger Co-Finanzierung durch Kommunen oder Wirtschaft. Im Haushalt 2018 der Stadt Paderborn sind 2,3 Millionen für die Digitalisierung vorgesehen, davon die Hälfte aus Landesmitteln.

Aus den Reihen des Ausschuss gab es grundsätzliche Zustimmung, aber auch den Hinweis, gegenüber den Bürgern möglichst rasch und klar zu kommunizieren, was sie von einzelnen Projekten haben.
  • NW - 01.02.2018
 


Ende Inhalt